Maanta Stories

Renzo Pianos Bleistifte für die Piazza Faber

Piazza Faber — Tempio Pausania

Die Hommage an De André, die der Stadt gehört.

Am Morgen öffnen sich die bunten Bleistifte über dem Pflaster. Einer nach dem anderen, langsam, präzise, bis der Schatten auf den Stein fällt und der Platz seinen Tag beginnt. Bei Sonnenuntergang schließen sie sich, schweben wieder am Himmel wie unvollendete Zeichnungen, wie Worte, die noch darauf warten, geschrieben zu werden.

Die Bleistifte am Himmel von Tempio Pausania.

Fabrizio De André liebte Sardinien auf eine tiefe, innige Weise. Tempio Pausania suchte nach einem Weg, diese Zuneigung zu erwidern: nicht ein unbewegliches Denkmal, sondern etwas, das wirklich zur Stadt gehört. Etwas, das einen Zweck erfüllt.

Renzo Piano dachte an die Faber-Bleistifte, die De André zum Schreiben verwendete. Er ließ sie am Himmel schweben, ließ sie sich öffnen und schließen.

Die Herausforderung war einzigartig.

Vierzehn Sonnensegel, alle synchronisiert. Nur an Seilen aufgehängt, ohne Masten im Boden, ohne feste Stützen, nur Spannung. Die Sonnensegel mussten sich auf im Leeren hängenden Aufrollvorrichtungen aufwickeln und sich mit einer der Öffnungsweite entsprechenden Kraft öffnen und schließen.

Etwas Vergleichbares war noch nie realisiert worden.

Die Lösung kam nicht aus der Elektronik. Sie kam aus der Mechanik: ein maßgefertigtes Spannsystem, das präzise arbeitet, ohne unnötige Komplexität.

Die Bleistifte spenden in den heißen Stunden Schatten auf dem Stein und geben den Himmel bei Sonnenuntergang frei. Die Menschen setzen sich, begegnen sich, leben den Platz.

Vierzehn maßgefertigte aufrollbare Sonnensegel, mechanisches Spannsystem an Seilen.
Architektonischer Entwurf: Renzo Piano. Tempio Pausania, Sardinien.

Denn das schönste Andenken ist nicht das, was man aufbewahrt. Es ist das, was man jeden Tag benutzt.

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